Bad Sulza - die Toskana des Ostens
Bad Sulza - die Toskana des Ostens

29. Januar 2026

Bad Sulza - die Toskana des Ostens

Nur einen Katzensprung entfernt von den kulturellen und wissenschaftlichen Hochburgen Weimar und Jena liegt das kleine Städtchen Bad Sulza. Umgeben von Weinbergen bietet die Kurstadt heute einen perfekten Rahmen für ein entspanntes Wochenende in der Saale-Unstrut-Region und hat nicht umsonst den Namen „Toskana des Ostens“.

Umgeben von bewaldeten Berghängen liegt im idyllischen Ilmtal die kleine Stadt Bad Sulza. Hier endet die Weinstraße Saale-Unstrut, die sich 60 Kilometer durch die wunderschöne Region schlängelt. Doch wer durch das Weintor der Kurstadt  tritt, entdeckt viel mehr als guten Wein. Hier ist die Erholung zu Hause.

Wandelgang des Gradierwerks Luise. Foto von Janett Schindler

Vom Weintor sind es nur wenige Meter bis zum Gradierwerk Louise. Einst wurde diese Anlage zur Salzgewinnung genutzt – doch schon im frühen 19. Jahrhundert dienten große Teile der Saline dem Kurbetrieb und der Erholung. „Louise“ ist das einzige überdachte Gradierwerk der Region, sodass Flanieren im Wandelgang bei jedem Wetter möglich ist. Weiße Solemäntel schützen die Kleidung – die eisenhaltige Sole sorgt sonst für interessante Muster auf farbigen Oberteilen. Das Gradierwerk Louise hat aber noch mehr zu bieten: In einer Zerstäuberhalle kann die salzhaltige Luft in noch höherer Konzentration eingeatmet werden. Und es kommt noch besser, denn einmal pro Monat wird hier anstatt Sole Wein zerstäubt. So kann man die Region mit allen Sinnen genießen. 

Vom Gradierwerk geht es weiter in die Toskanatherme. Nicht nur das heilsame Wasser, sondern auch besondere Lichtkonzepte und Liquid Sound® in einer sphärischen Kuppel, welche Unterwasserklänge erlebbar machen, sind schon seit über 20 Jahren das Erfolgsrezept der Therme. Empfehlenswert ist zudem ein Besuch im Saunabereich, in dem sich acht Saunen befinden. Einzigartig in Deutschland ist die Traditionelle Schwitzhütte im Außenbereich – eine besondere Erfahrung sind jedoch auch Aufgüsse in der Weinbergsauna und ein Lektarium, in dem auch Lesungen stattfinden. Auch hier gibt es ein tolles Konzept zur Verbindung von Erholung und Musik – die Klanglichtkuppel im Relaxbereich der Saunaanlage.

Thermenbecken Toskanatherme. Foto von Janett Schindler

Nach so viel Erholung tut ein wenig Kultur ganz gut. Denn so manch ein Goethe-Fan wird überrascht sein, mitten im beschaulichen Bad Sulza Goethes Gartenhaus zu entdecken. Dies ist ein Nachbau, der im Gegensatz zum Original in Weimar die Möglichkeit bietet, alle Einrichtungsgegenstände auch einmal anzufassen und auszuprobieren. Und wer will, kann hier auch mit Blick auf Weinberge heiraten. Das hätte Johann Wolfgang von Goethe (der 1828 zu Besuch in Sulza war) sicherlich sehr gefallen.

Im Zentrum von Bad Sulza befindet sich der Kurpark der Stadt, der ein perfekter Ort für alle Kneippfans ist. Im Kunstgraben, direkt neben dem historischen Inhalatorium, kann man zu jeder Jahreszeit die Füße in acht Grad fließend kaltem Wasser abkühlen. 

Sich aufgewärmt wird anschließend in der Stadtinformation, die sich neben einer Bibliothek sowie einer Ausstellung im ehemaligen Inhalatorium der Stadt befindet.

Hier sind besondere Souvenirs aus der Sole- und Weinstadt zu finden. Ob Canvastaschen mit der Aufschrift „Salty People“, ob Bonbons mit Salzgeschmack, regionale Weine, Soleseife, Soletafelwasser – hier gibt es für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas.

Kurpark Bad Sulza. Foto von Janett Schindler

Wer übrigens von hier eine Wandertour durch die Wanderregion startet, dem sei der WeinWander-Rucksack inklusive Weinverkostung empfohlen. Ein idealer Startpunkt ist eine Trinkhalle gegenüber dem Inhalatorium, wo es die Trinksole der Carl-Alexander-Sophienquelle zur Stärkung gibt.

Informationen:
  • LAGE: Bad Sulza liegt im Nordosten Thüringens im Landkreis Weimarer Land, direkt an der Ilm nahe der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. Die Stadt liegt etwa 25 Kilometer nordöstlich von Weimar und rund 30 Kilometer südwestlich von Naumburg. Eine Tour dorthin kann gut mit einem Besuch in Bad Sulza kombiniert werden.
  • WEBSITE: bad-sulza.info
  • AKTIVITÄTEN: 

Beitragsbild: Carl-Alexander-Sophien-Quelle. Foto von Janett Schindler

Buchtipp: Saale-Unstrut - HeimatMomente

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Die Region Saale-Unstrut ist das nördlichste Qualitätsweinanbaugebiet und eine herausragende Kulturlandschaft im Herzen Deutschlands. 1600 Stunden scheint hier die Sonne im Jahr und mediterran mutet auch das Leben in der „Toskana des Nordens“ an. Irgendwo zwischen den herzlichen Weinwirtschaften, den stillen Klöstern an der Straße der Romanik, zwischen malerischen Flussauen und dramatischen Burgen hat noch jeder sein Herz an die Region Saale-Unstrut verloren.

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Über die Autorinnen:
Stephanie von Aretin veröffentlicht in regionalen Tageszeitungen, bundesweiten Medien wie der Süddeutschen Zeitung und renommierten Reiseverlagen. Nach über 25 Jahren in Leipzig lebt sie seit einigen Jahren auch in Freyburg. Seither nutzt sie jede freie Minute, um die Region Saale-Unstrut zu ergründen.

Janett Schindler – seit vielen Jahren als Reisebloggerin in aller Welt unterwegs – ist aufgewachsen in Nordthüringen, unweit der Saale-Unstrut-Region. Auch wenn sie heute im Rheinland lebt, so entdeckt sie auf ihren Reisen in die alte Heimat immer wieder interessante Orte und zahlreiche Geheimtipps.

Mit Kauf des Buches erhalten Sie zusätzlich einen Download-Code für vier digitale Ausgaben des Reisemagazins 360° HeimatReisen. Mehr Infos zum Magazin finden Sie unter 360grad-medienshop.de/Magazine/Heimatreisen

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    • Preis: 16,95 €
    • ISBN: 978-3-96855-670-3
    • Bestellmöglichkeit im Buchhandel oder über den Verlagsshop: 360grad-medienshop.de/hm-Saale-Unstrut